Bananen Pflanzen
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Bananen als Zimmerpflanzen
Pflege von Bananen als Zimmerpflanzen
„Winterharte“ Freilandbananen für den Garten
Pflege und Pflanzung von Freilandbananen

Über die Bananenpflanze

Die Banane (Musa) ist eine infolge der Scheinstämme baumartig aussehende Staude, die eine Höhe von mehreren Metern erreichen kann. Der Scheinstamm wird durch die Blattblasen der mitunter meterlangen Blätter gebildet. Die Bananenblätter sind nicht gefiedert, werden aber oft durch Wind fiederähnlich auseinandergerissen. Heimisch ist die Bananepflanze (Musa) sowohl in den Tropen als auch in gemäßigten Zonen, wo sie artenabhängig mehr oder weniger großen gelben Bananen-Früchte bilden.

Die Bananenpflanzen (Musa) sind eine Gattung in der Familie der Bananengewächse (Musaceae) innerhalb der einkeimblättrigen Pflanzen. In dieser Gattung gibt es rund 100 Arten. Die Banane ist die Frucht der meist sterilen Bananenpflanze, die in fast allen Teilen der Tropen beheimatet sind oder angebaut werden.

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Bananen als Zimmerpflanzen

In den letzten Jahren setzt sich die Banane vor allem in Mitteleuropa auch als Zimmerpflanze zunehmend durch. Es gibt auch Sorten mit essbaren Früchten, darunter Zwergzüchtungen der 'Cavendish' ('Dwarf Cavendish'), die teils nur einen Meter hoch werden ('Super Dwarf Cavendish').

Die Bananenstaude wächst extrem schnell (1 cm pro Tag) und produziert etwa ein Blatt pro Woche – dies sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden. Damit eine Bananenstaude z. B. in einem Wintergarten Früchte trägt, muss sie über einen ausreichend großen Topf verfügen und nach oben und zur Seite genügend Platz haben – die Blätter sollten nicht an die Decken oder Wände anstoßen. Eine Fruchtbildung ist unter diesen Bedingungen nach etwa 5 bis 6 Jahren zu erwarten (in der freien Natur bereits nach einem Jahr). Zu beachten ist, dass die Mutterpflanze nach der Fruchtphase abstirbt, jedoch vorher Seitentriebe (Kindel) ausbildet.

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Pflege von Bananen als Zimmerpflanzen

Die Bananenstaude braucht direktes Sonnenlicht, mag es sehr warm und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Wasser- und Nährstoffbedarf ist sehr hoch, so dass die Pflanze jede Woche mit Dünger versorgt werden sollte. Der Boden sollte durchlässig, humos und tiefgründig sein – Staunässe ist unter allen Umständen zu vermeiden. Man sollte auf keinen Fall mit kaltem Wasser gießen und Temperaturen unter 15°C sollten vermieden werden bis auf einige Ausnahmen der Musa basjoo und einigen kälteverträglichen anderen Arten. Ebenfalls sollte Zugluft unter allen Umständen vermieden werden. Blätter mit deutlich eingetrocknetem Rand können entfernt werden. Sollte die Pflanze z. B. durch Schädlingsbefall oder falsche Pflege einzugehen drohen, kann man den Stamm etwa 2 cm über der Erde abschneiden und wie gewohnt weiterpflegen. Die im Erdreich verbliebene Knolle treibt innerhalb kürzester Zeit wieder aus. Die Größe des Topfes entscheidet über die zu erwartende Größe der Pflanze. Die Pflanze wird Frühjahr umgetopft, dabei sollte ein Teil des Wurzelballens entfernt werden. Nach einer kurzen Phase der Stagnation wächst die Pflanze schneller als zuvor und bildet sehr schnell Kindel aus.

„Winterharte“ Freilandbananen für den Garten

Die bekannteste „winterharte“ Bananenart ist Musa basjoo,  deren Sorte 'Nana', auch 'Sakhalin' genannt. Sie ist derzeit die winterhärteste Bananenart. In den letzten Jahren ist sie eine immer beliebtere Gartenpflanze in Mitteleuropa geworden. Unter -3 °C erfrieren die Blätter, deshalb ist ein Frostschutz erforderlich. Ebenso gedeiht auch die Sorte Musa basjoo 'Saporro'. Weitere vielversprechende Freilandbananen sind Musa sikkimensis, M. itinerans, Japanische Faserbanane (M. balbisiana), M. cheesmanii und M. yunnanensis; sie stammen aus asiatischen Hochgebirgsregionen, wo es auch gelegentlich Schnee und Frost gibt. Sie sind aber noch frostgefährdeter als die erstgenannte Sorte.

Pflege und Pflanzung von Freilandbananen

Bei der Freilandkultur hebt man ein 1 x 1 Meter und 60 cm tiefes Loch aus und füllt es mit Blumenerde oder halbverrotteten Kompost. Dann pflanzt man die junge Bananenstaude ein. Sie wächst sehr schnell und kann bis August sogar 3 Meter hoch werden. Nach den ersten Frösten schneidet man die erfrorenen Blätter ab und kappt die Scheinstämme auf ca. 50 bis 70 cm Höhe. Die Bananenstaude wird dann mit einem Hasendrahtzaun, Kompostgitter oder ahnlichem umbaut, dann wird das Ganze mit trockenem Stroh, Laub bzw. Heckenschnitt überdeckt. Zusätzlich ist ein Regenschutzdach aus Folie oder Wellbitumendachplatten erfoderlich. In strengen Wintern können die Scheinstämme völlig bis zum Boden zurückfrieren, aber das Rhizom treibt im Frühjahr wieder neue Kindel, die bis August wieder über 3 Meter werden können. In milden Wintern können Teile der Scheinstämme überleben und im Teleskopprinzip wieder austreiben. Musa basjoo blüht auch in Mitteleuropa im Freiland, aber nur selten und nach milden Wintern. Früchte bildet die Sorte auch in Mitteleuropa aus, aber sie reifen wegen der zu kurzen Vegetationsperiode nicht mehr aus und sind ungenießbar. Ausreichend winterharte Obstbananen gibt es noch nicht.

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